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Wenn Gefühle keinen Namen haben – innere Ohnmacht und das Gedankenkarussell verstehen

  • Monica Weibel
  • 24. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 24. Jan.

Kennst du dieses Gefühl, dass etwas in dir arbeitet, dich belastet oder müde macht –aber du kannst es nicht benennen?

Viele Menschen erleben genau das: eine diffuse innere Unruhe, ein ständiges Gedankenkarussell oder ein Gefühl von Ohnmacht, das sich kaum greifen lässt. Besonders in ruhigen Phasen – abends, im Winter oder zu Beginn eines neuen Jahres – wird diese innere Leere oft spürbarer.


Warum wir Gefühle manchmal nicht benennen können

Gefühle nicht benennen zu können ist kein Zeichen von Schwäche. Im Gegenteil: Es ist oft ein Schutzmechanismus.

Wenn wir über längere Zeit funktionieren mussten, emotional überfordert waren oder belastende Erfahrungen gemacht haben, lernt unser Nervensystem, Gefühle abzuschalten oder zu überdecken. Statt klarer Emotionen zeigen sich dann:

  • innere Leere

  • körperliche Unruhe

  • Gedankenkreisen

  • Erschöpfung

  • Ohnmachtsgefühle

Das eigentliche Gefühl ist da – aber es findet keine Sprache.


Das Gedankenkarussell – wenn der Kopf nicht zur Ruhe kommt

Viele Betroffene berichten von einem endlosen Gedankenkarussell: Gedanken drehen sich um Vergangenes, Sorgen, „Was-wäre-wenn“-Szenarien oder diffuse Ängste.

Das Gedankenkarussell ist oft kein Denkproblem, sondern ein emotionales Signal. Der Kopf versucht, etwas zu kontrollieren, was emotional noch keinen sicheren Raum hat.

Solange Gefühle nicht wahrgenommen oder eingeordnet werden können, bleibt der Verstand aktiv – manchmal bis tief in die Nacht.


Gefühl von Ohnmacht – wenn nichts mehr greifbar ist

Ohnmacht entsteht häufig dann, wenn:

  • Gefühle da sind, aber nicht verstanden werden

  • innere Bedürfnisse lange ignoriert wurden

  • alte Muster oder Überlebensstrategien nicht mehr funktionieren


Dieses Gefühl kann sich zeigen als:

  • „Ich weiss nicht, was ich will“

  • „Ich fühle mich blockiert“

  • „Alles ist zu viel – oder gar nichts“

Ohnmacht ist oft der Moment, in dem die Seele eine neue Form von Aufmerksamkeit braucht.

Der erste Schritt: Gefühle wahrnehmen lernen

Der Weg aus Ohnmacht und Gedankenkarussell beginnt nicht mit „positivem Denken“, sondern mit achtsamer Selbstwahrnehmung.


Hilfreich können sein:

  • den Körper bewusst wahrnehmen (Wo spüre ich etwas?)

  • Gefühle nicht sofort bewerten oder erklären wollen

  • langsames Benennen: unangenehm, eng, schwer, leer

  • sich Unterstützung holen, um Gefühle sicher zu erforschen

Gefühle müssen nicht sofort klar sein – sie dürfen sich zeigen und entwickeln.


Du musst da nicht alleine durch

Wenn Gefühle keinen Namen haben, ist es oft hilfreich, sie gemeinsam zu erkunden. In einem geschützten Rahmen können innere Zustände langsam verstanden, eingeordnet und integriert werden.

Manchmal reicht schon das Erlauben: „Ich darf fühlen, auch wenn ich es noch nicht erklären kann.“


Fazit

Gefühle nicht benennen zu können, innere Ohnmacht und Gedankenkarussell sind keine Defizite –sie sind Einladungen, wieder in Kontakt mit sich selbst zu kommen.

Der Weg beginnt leise. Mit Zuhören. Mit Wahrnehmen. Mit sich selbst.


Ich begleite Sie achtsam auf diesem Weg. Melden Sie sich gerne für ein erstes Gespräch.

 
 
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